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Die Ladiner – eine Minderheit in der Minderheit

Vergriffen

ISBN: 978-3-7083-0254-6
214 Seiten, broschiert, Mär 2005

Herausgeber

  • Christoph Perathoner

Die Ladiner – eine Minderheit in der Minderheit

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Unter den europäischen Minderheiten ragt die ladinische in vielerlei Hinsicht hervor: Als kleine Minderheit ohne große Mutternation im Rücken hat sie es dennoch verstanden, sich zu behaupten und im weltweiten Globalisierungsprozess ihre einzigartige kulturelle Identität zu bewahren. Sie bietet gleichzeitig lebendiges Zeugnis historischer Prozesse und einer kulturellen Entwicklungsdynamik, die die europäische Geschichte nachhaltig prägten. Die Geschichte dieser Minderheit und ihre aktuelle Lebenswirklichkeit ist immer wieder Untersuchungsgegenstand für politikwissenschaftliche, historische, linguistische und rechtliche Studien. Größere, umfassendere Veröffentlichungen zur Ladiner-Thematik sind aber schon seit langem rar geworden.
(...)
Die verschiedenen Beiträge dieses Buches wurden unter das Rahmenthema der „Minderheit in der Minderheit“ gestellt. Dabei handelt es sich um ein altehrwürdiges Konzept des Minderheitenrechts, das nach Auffassung der Herausgeber in der Ladinerproblematik einen idealen Anwendungsgegenstand findet. Dabei muss freilich gleichzeitig auch vor einer Überinterpretation dieses Konzepts gewarnt werden: Damit wird in erster Linie auf die besondere Situation einer kleineren Minderheit verwiesen, die von einer größeren Minderheit umschlossen wird. Wie zu zeigen sein wird, kann eine solche Situation sowohl positive als auch negative Voraussetzungen für die Durchsetzungs- und Überlebensmöglichkeit einer kleineren Minderheit schaffen. Auf jeden Fall aber ist die größere Minderheit angehalten, besonderes Verständnis für die Bedürfnisse der kleineren Gruppe zu zeigen. Sie lebt damit gleichzeitig auch jene Rücksichtnahme vor, die sie selbst regelmäßig von der Mehrheit einfordert.
(aus dem Vorwort)

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